Die Firmengeschichte

Damals schon wie heute der Firmenname: Franz Hofbauer Automobile

Der Gründer der Firma wurde im Jahr 1886 in Wirnsing, Kreis Landau/Isar, als Sohn eines Grossbauern geboren. Er sollte den ansehnlichen Bauernhof übernehmen, aber schon in jungen Jahren zog es ihn mehr zu Fahrrad und Motorrad.

1911 – 1912
Kauf eines Pferdedroschkenbetriebes in Freising und im gleichen Jahr Besitzer des ersten Opels. Beginn von Vermittlungen für die Firma Johann Häusler, München, Opel. Generalvertretung für Südbayern.

1921
Kauf und Bau einer Werkstatt in Straubing. Ausser der Opel Motorwerkvertretung wurden auch noch die meistgekauften Motorräder der Fabrikate „COCKERELL“, „VIKTORIA“ und „MARS“ angeboten.

1924
Die Opel-Werke brachten den 4/14 PS, einen offenen Zweisitzer – im Volksmund wegen seiner grünen Farbe „Laubfrosch“ genannt – auf den Markt. Dieser war das erste Auto, das am Fliessband gebaut wurde. Dadurch Steigerung der Tagesproduktion von 75 Stück auf 220 Stück.

1927
Diese Produktionszahlen veranlassten Hofbauer, in Niederbayern ein Händlernetz aufzubauen. Er suchte sich an allen grösseren Plätzen gute Fahrrad- oder Landmaschinen-Händler, bzw. tüchtige Mechaniker zum Verkauf von Opel-Fahrzeugen.

Schon bald hatte er in Landshut, Deggendorf, Cham, Eggenfelden, Pfarrkirchen, Landau, Passau und Waldkirchen qualifizierte Leute gefunden, denen er die Opel-Vertretung übertrug. Die meisten davon sind heute noch Opel-Händler.

Damit nun seine, von ihm vertretenen Fabrikate auch gebührend bekannt werden konnte, fuhr er selbst mit einer Victoria-Beiwagen-Maschine, mit dem 4/16 PS Opel, Strassenzuverlässigkeitsfahrten und Bergrennen.

Die beliebten und vielbesuchten Volksfeste in Straubing und Landau nutzte er weidlich aus und stellte – wie auch in dem einmaligen „Mooser Laubhüttenfest“ – Bierzelte auf und zeigte dort das gesamte Verkaufsprogramm.

UND ER VERKAUFTE GUT!

1937
Am 1. Januar 1937 wurde in Passau von Franz Hofbauer – die zweite Generation – eine Filiale des Straubinger Betriebs im sogenannten „Hellkeller“ in der Neuburger Strasse, übernommen.

Der frühere Tanzsaal wurde zweckentfremdet und eine Opel-Werkstatt – auf Parkettboden – eröffnet. Das Nebenzimmer wurde Ersatzteillager und Büro, ein Anbau ergab den Waschraum und die Lackiererei.

1939 – 1945
Die Aufbaujahre waren leider sehr kurz. Der zweite Weltkrieg brachte für Franz Hofbauer eine geschäftliche Unterbrechung. Er wurde als technischer Leiter einer Werkstatt-Kompanie im Raum Warschau und in Russland, Mittelabschnitt, eingesetzt. Während dessen wurden im Passauer Betrieb von französischen Kriegsgefangenen für die Wehrmacht Opel-Fahrzeuge überholt.

1945 – 1954
Die Nachkriegszeit bis zur Währungsreform waren für Franz Hofbauer, wie für alle deutschen Kriegsheimkehrer besonders schwierig. Die amerikanischen Truppen beschlagnahmten den bestehenden Betrieb und errichteten in ihm eine Bäckerei.

Mit Autos auf öffentlichen Straßen durften sowieso nur wenige lebenswichtige Betriebe fahren, die für das Nummernschild einen eigenen roten Winkel erhielten.

Mit einem Holzgaser-Opel-Blitz wurden mangels Eisenbahn-Transportmöglichkeit die noch schwerlich lieferbaren Ersatzteile von Hofbauer aus Rüsselsheim geholt.

1946
Als erstes Nachkriegsfahrzeug bauten die Opel-Werke von 1946 – 1947 den 11/2-Tonnen-Blitz. Dieser LKW konnte nur mit Bezugsschein und „Eisenscheinen“ an Leute, die gute Verbindungen oder wirklich lebensnotwendige Betriebe hatten, verkauft werden.

1948
Gleich nach der Währungsreform im Jahr 1948, wurde wieder der 1,5l-Opel-Olympia verkauft, jedoch nur gegen gute DM. Das Automobilgeschäft lief langsam wieder an, die Hungerjahre waren überstanden.

Für Hofbauer galt das Ziel: ES MUSS WEITERGEHEN!

1950
Da die Hellkellerräume nicht mehr den Gegebenheiten entsprachen, ging er erneut auf Grundstückssuche und kaufte schliesslich im Jahr 1950 das heutige Gelände an der Neuburger Strasse.

1955
Trotz schwieriger Finanzierung vom Bauvorhaben konnten im Jahre 1955 die neuen modernen Räume bezogen werden. Dieser Betrieb war einer der ersten, der Abseits vom Stadtrand errichtet wurde. Die zwischenzeitliche Entwicklung Passaus im Südwesten entschädigten Hofbauer für das damalige Risiko.

Die Motorisierung ging mit Riesenschritten weiter, sodass die neuen Bauten schon bald zu klein wurden. So musste die bestehende Werkstatt angebaut und das Ersatzteillager durch An- und Aufbau eines Stockwerkes wesentlich vergrössert werden.

1960 – 1964
Die Immer mehr Menschen fuhren Opel, so dass es sich als notwendig erwies, an wichtigen Aussenbezirken Zweigstellen zu errichten.

So entstanden 1960 in Vilshofen und 1964 in Zwiesel Filialbetriebe.

Dies alles geschah zum Vorteil des Opel-Fahrers, dem dadurch die weiten Anfahrtswege zum Hauptbetrieb Passau erspart blieben.

1965 – 1966
Im Jahr 1965/66 wurde aufgrund des umfangreichen Autohandels der heutige Auto-Supermarkt gebaut. Dieser grosszügige, 3-stöckige Ausstellungsbau, mit einer Werkstatt für Gebraucht- und Neuwagen-Ablieferungen, war einer der ersten Grossaustellungsräume in Bayern.

1971 – 1973
1971 – 1972 vergrösserte Hofbauer diesen Ausstellungsraum, um Platz für weitere 50 Wagen zu schaffen. 1972 wurde in Regen ein grosser moderner Zweigbetrieb eröffnet.

Mit diesen Neubauten, den Neu- und Gebrauchtwagenhallen, sowie den umfangreichen Werkstatt-, Lager- und Büroräumen ist die Firma Franz Hofbauer bis in die heutige Zeit der grösste Opel-Vertragshändler im niederbayerischen Raum.

1977 begann Franz Hofbauer jun. – heute ist er der Senior – im väterlichen Betrieb seine Tätigkeit. Geboren 1950 als „waschechter“ Passauer hat er nach dem Abitur und einem eineinhalbjährigen Volontariat bei der Deutschen Bank zusätzlich Betriebswirtschaft in Regensburg studiert.  Seine ersten Sporen verdiente er sich bei der Betreuung der 11 AOS (Autorisierter Opel-Service), deren Ansprechpartner für die vielschichtigen Probleme, die dabei natürlich anfielen, er war.  Ausserdem konnte er sich durch viele spezifische Seminare für Jungunternehmer – darunter eine längere Managementschule in Detroit/USA – weiterbilden. Zwischenzeitlich übertrug ihm sein Vater – der stets sein grosses Vorbild bleiben wird – immer mehr die Geschicke der Firma,             so dass er sich heute nicht nur für die personellen Belange des gesamten Betriebes, sondern auch für die zukunftsorientierte Firmen-Strategie verantwortlich zeichnet. Und auch heute ist die 4. Generation – Franz Hofbauer jun. IV – schon bereit die Geschicke der Firma in eine glänzende Zukunft zu führen!
2004 ist wieder ein Meilenstein in der Geschichte der Firma Franz Hofbauer Automobile, denn seit September hat Franz Hofbauer jun. in 4. Generation seine Tätigkeit im Betrieb aufgenommen. Als Betriebsleiter der Franz Hofbauer Autovertriebs GmbH ist er für die Automarke HONDA bei Automobile Hofbauer zuständig.